Themenseite — Schrott & Green Steel · Bauunternehmen

Aus Entsorgung wird Vergabevorteil.

Aus Abbruchstahl wird grüner Stahl: Saarstahl produziert ab 2030 in grünen Routen und braucht dafür qualifizierte Schrott-Stoffströme. Mit SITE DEPOT machen Sie Ihre Chargen auffindbar, nachweisbar und lieferfähig — und die CO₂-Einsparung Ihrem Projekt zurechenbar.

Beratung & Programm-AnmeldungNeu in Site Depot
Container mit Betonstahl und Stahlprofilen auf einer Baustelle
Warum jetzt

Der Schrott von Ihrer Baustelle hat ab 2030 einen neuen Abnehmer.

Die Stahlindustrie stellt auf grüne Routen um. Statt Erz im Hochofen schmilzt Stahlschrott im Elektrolichtbogenofen — und damit wird Schrott von einem Nebenprodukt des Abbruchs zu einem Rohstoff mit Nachfrage, Qualitätsanforderung und Preis.

Für Bauunternehmen verschiebt sich damit die Frage. Nicht mehr: Wohin mit dem Stahl? Sondern: In welcher Qualität, mit welcher Dokumentation und über welchen Weg geht er in die grüne Route?

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wer Stoffströme, Qualitäten und Nachweise heute aufbaut, profitiert ab 2030 direkt — ohne Anlauf, ohne nachträgliche Dokumentation.

01

Die grüne Route braucht Schrott

Elektrostahl entsteht aus Schrott. Der Bedarf an qualifizierten Chargen steigt mit jedem Ofen, der in Betrieb geht.

02

Abbruch ist die größte Quelle

Betonstahl, Tragwerke, Anlagenrückbau: Der Bau hält Stahlmengen, die heute überwiegend als Abfall behandelt werden.

03

Nachweise werden zum Preisfaktor

In den CO₂-Pilotverfahren der Autobahn GmbH zählt nur, was belegt ist — Charge für Charge, Transport für Transport.

Das neue Vergabemodell

CO₂ ist im Angebot schon heute ein Preisfaktor.

Die Autobahn GmbH des Bundes bewertet in Pilotverfahren nicht mehr nur den Angebotspreis, sondern rechnet den CO₂-Ausstoß in die Zuschlagswertung ein. Wer weniger CO₂ nachweist, senkt seine Wertungssumme und gewinnt eher den Zuschlag.

Angekündigt ist die Ausweitung von der reinen Baumaschinen-Bewertung auf die Materialbilanz — Ökobilanz und EPD als Zuschlagskriterium, ausdrücklich inklusive recycelter Baustoffe.

Wertungsformel im Pilot
Wertungssumme=Angebotssumme+CO₂-Menge × CO₂-Preis

Im Pilot angesetzt: 85 € je Tonne CO₂, perspektivisch in Richtung CO₂-Schattenpreis. Der CO₂-Aufschlag ist fiktiv — er entscheidet über den Zuschlag, nicht über die Rechnung.

Stahl ist der größte Hebel im eingebetteten CO₂.

Primärstahl aus dem Hochofen liegt bei rund 1,8 bis 2,3 Tonnen CO₂ je Tonne Stahl. Sekundärstahl aus Schrott im Elektrolichtbogenofen liegt bei einem Bruchteil davon — EPDs bescheinigen rund 75 Prozent weniger CO₂.

Primärstahl

Hochofenroute, Erz
~1,8–2,3 t

Sekundärstahl

Elektrolichtbogenofen, Schrott
~0,3–0,34 t

CO₂ je Tonne Stahl. Balken maßstäblich zum oberen Wert.

Zahlen & Fakten

Stand 2026 — Quellen unten
85 €

je Tonne CO₂ in der Wertung des Autobahn-Pilotverfahrens

~75 %

weniger CO₂ bei Sekundär- gegenüber Primärstahl, per EPD bescheinigt

~0,3 t

CO₂ je Tonne Elektrostahl aus Schrott — Hochofenstahl: ~1,8–2,3 t

2030

Start der grünen Produktionsroute bei Saarstahl

Das Leitargument

Nicht die Einsparung entscheidet, sondern ihr Nachweis.

01

Die Gutschrift existiert nur, wenn sie zurechenbar ist

In der Ökobilanz nach EN 15804 wird der Recyclingnutzen von Stahl am Lebensende als Modul-D-Gutschrift verbucht — bei Stahl häufig der größte Einzelposten der EPD. Sie senkt die ausgewiesene CO₂-Bilanz nur dann, wenn das Recycling dokumentiert und dem Projekt zugeordnet ist.

02

Der anonyme Handel zerstört die Chain of Custody

Geht der Schrott wie bisher über den Handel, verliert das Bauunternehmen die Rückverfolgbarkeit. Die CO₂-Ersparnis zählt für irgendjemanden im Markt — aber nicht für den eigenen Zuschlag. Der Nachweis verpufft.

03

Die grüne Route über N1 macht daraus einen bilanzierbaren Nachweis

Dokumentierte, rückverfolgbare Verlagerung in die EAF-Route — mit Massenbilanz und geschlossenem Kreislauf — liefert genau den Beleg, den das Vergabemodell verlangt.

„N1 liefert die lückenlose Zurechenbarkeit, die den CO₂-Vorteil erst im Vergabeverfahren verwertbar macht.“

Der Hebel

Marktpreis behalten, Vergabevorteil dazugewinnen.

Das ist kein Tauschgeschäft. In der Direktvermarktung zahlt Saarstahl als Abnehmer einen fairen Marktpreis für die Charge — der zurechenbare CO₂-Nachweis kommt als zusätzlicher Hebel obendrauf. Verzichten müssen Sie nur auf die Anonymität des Handelswegs.

Handelsweg

Marktpreis, aber kein Nachweis

Der Schrotthandel zahlt den Marktpreis — und damit endet die Wertschöpfung. Die Charge verschwindet anonym im Markt, der zurechenbare CO₂-Nachweis wird verschenkt und fehlt in der eigenen Angebotsbilanz.

Grüne Route über N1

Marktpreis plus zurechenbarer Nachweis

Saarstahl zahlt für die Charge einen fairen Marktpreis. Obendrauf kommt die dokumentierte, projektbezogene CO₂-Gutschrift, die die belastete Wertungssumme drückt — im Vergabemodell bares Geld.

Dazu der doppelte Effekt: Der geschlossene Kreislauf erzeugt Grünstahl mit niedriger EPD und senkt damit das Material-CO₂ auch in künftigen Angeboten.

Die RechnungMarktpreis für die Charge+Zuschlagsvorteil aus geringerer CO₂-Wertung+Wert der grünen EPD
Neu in Site Depot

Ohne Nachweis keine Wiederverwendung.

SITE DEPOT: Register Lieferscheine im Depot-Detail

Sie verwalten Ihre Anfallstellen längst in SITE DEPOT. Neu ist: An jedem Depot hinterlegen Sie jetzt die relevanten Lieferscheine. Damit wächst die Dokumentation dort, wo der Stoffstrom entsteht — und nicht erst im Ordner nach Projektabschluss.

Oben: Register „Lieferscheine“ im Depot-Detail — je Transport mit Beförderer, KFZ, Zufuhrart, Abfallbezeichnung, AVV-Schlüssel und Menge.

01

Automatische Zuordnung

Jeder Lieferschein wird dem richtigen Depot und der richtigen Charge zugeordnet, statt lose im Projektordner zu liegen.

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Nachweiskette

Entsorgung oder Wiederverwendung: Der Weg der Charge bleibt vom Haufwerk bis zum Abnehmer lückenlos belegt.

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Auditfähiger Export

Die Dokumentation lässt sich als Nachweis exportieren — für Prüfungen, Berichte und Audits.

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Gezielt teilen

Sie geben die Unterlagen für den Abnehmer oder die Behörde frei — kontrolliert und nachvollziehbar, wie alle Daten in SITE DEPOT.

In vier Schritten vom Haufwerk in die grüne Route.

01

Depot anlegen

Anfallstelle, Menge, Zeitfenster und Qualität der Stahlcharge in SITE DEPOT erfassen.

02

Charge anbieten

Sichtbarkeit erweitern — intern, für Saarstahl oder für das gesamte N1-Netzwerk.

03

Lieferscheine hinterlegen

Jeder Transport wird am Depot dokumentiert und der Charge automatisch zugeordnet.

04

Nachweis behalten

Der Verwertungsweg bleibt dokumentiert und ist jederzeit als Nachweis exportierbar.

Was eine Charge qualifiziert.

Die grüne Route ist anspruchsvoll beim Einsatzmaterial. Sortenreinheit, bekannte Herkunft und dokumentierte Begleitelemente entscheiden darüber, ob eine Charge in den Ofen darf.

StoffstromTypische HerkunftWorauf es bei der Charge ankommt
Baustahl / BetonstahlAbbruch von Hoch- und IngenieurbautenBeton- und Verbundreste getrennt, Chargen sortenrein gehalten
Stahlträger & KonstruktionsstahlRückbau von Tragwerken, Hallen, BrückenHerkunft bekannt, Beschichtungen und Verbindungsmittel dokumentiert
Stahl aus IndustrierückbauDemontage von Anlagen, Rohrleitungen, BehälternBegleitelemente wie Kupfer und Zinn bekannt, Störstoffe ausgeschlossen
Mischschrott / ContainerContainerstellung auf der BaustelleSortiertiefe erfasst, Fremdstoffanteil beschrieben

Die verbindlichen Annahmekriterien stimmen wir je Stoffstrom gemeinsam mit Saarstahl ab.

N1 Industriepartner

Saarstahl sucht Ihren Schrott.

Saarstahl gehört zu den großen Stahlproduzenten Deutschlands und stellt die Produktion auf grüne Routen um. Ab 2030 entsteht Stahl dort auf Basis von Schrott statt Erz. Als Industriepartner von N1 tritt Saarstahl damit direkt als Abnehmer qualifizierter Schrott-Stoffströme aus dem Bau auf.

Bedarfsprofil
RouteElektrostahl, grüne Route ab 2030
GesuchtQualifizierte Stahlschrott-Chargen aus Abbruch und Rückbau
Mengen1 Million Tonnen
AnlieferungDirekt oder über die Saarstahl-Logistik
Saarstahl

„Die Elektrostahlroute macht Schrott zu unserem wichtigsten Rohstoff. Je genauer Bauunternehmen ihre Stoffströme erfassen und dokumentieren, desto verlässlicher wird daraus grüner Stahl.“

Markus BritzLieferantenmanagement / Beschaffungsmarktforschung

Jetzt in das Schrottprogramm einsteigen.

Sie nutzen SITE DEPOT bereits und wollen Ihre Stahl-Stoffströme in die grüne Route bringen? Wir zeigen Ihnen die neue Lieferschein-Dokumentation und melden Ihren Stoffstrom im Schrottprogramm an.

Ihr KontaktChristian LandesGeschäftsführer, N1 Circular GmbH
Einordnung

Die Wertung von Material-CO₂ und Modul-D-Gutschriften ist ausschreibungsabhängig. Die Pilotverfahren der Autobahn GmbH bewerten teils primär das CO₂ der Baumaschinen; die Ausweitung auf Materialbilanzen ist angekündigt, aber noch nicht flächendeckend Standard. Wer die Nachweise heute aufbaut, ist vorbereitet, wenn sie gefordert werden.

Quellen
  • Vergaberechtliche Anreize setzen — Martin Regnath, Autobahn GmbH, Deutsche Asphalttage 2024
  • Innovation im Fokus: Klimaschutz im Asphaltstraßenbau — Autobahn GmbH
  • Sachstandsbericht Stahlrecycling im Bauwesen — bauforumstahl
  • EPD Qualitätsbleche aus Schrottrecycling — Salzgitter Flachstahl
  • EN 15804 Modules Explained; Whitepaper Module D in EPDs — GreenDelta